5 VORWORT Genau an diesem Punkt setzt die aktuelle Ausgabe unseres Kundenmagazins FOUR an und wir gehen der Frage nach, was Unternehmen widerstandsfähig macht. Dazu sprechen wir mit Dr. André Berghegger, Hauptge- schäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB), Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zent- ralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), sowie Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE). Dabei beleuchten wir unter anderem, wie Unternehmen Finanzierungsarchitekturen schaffen, die der aktuellen Markt- und Zinslage entsprechen und Handlungsspielräume eröffnen – insbesondere im Working Capital, Risikokosten senken können – auch durch präventi- ves Risikomanagement im baulichen, organisatori- schen und technischen Schutzgrad, durch digitale Netze, Cyberresilienz und Cloud-In- frastrukturen Wettbewerbsfähigkeit sichern, über betriebliche Altersvorsorge und Krankenver- sicherung sowie Arbeitskraft- und Dienstreiseabsi- cherung unternehmerische Stabilität gewinnen. Als einer der führenden drei Industrieversicherungs- makler mit deutscher Eigentümerstruktur und als Unter- nehmen der Ecclesia Gruppe verstehen wir unsere Rolle nicht nur als Risikoberater, sondern auch als Einkäufer bedarfsgerechter Absicherungslösungen – immer mit dem Ziel, die Stabilität und Handlungssicherheit unserer Kunden zu stärken. Ich lade Sie herzlich ein, in dieser Ausgabe spannende Einblicke zu gewinnen und zu erfahren, warum Infra- struktur-Vielfalt heute zentrale Managementaufgabe ist. Lassen Sie sich inspirieren! Ihr Dirk Meyer-Hetling Qualität der Infrastruktur schafft Stabilität Liebe Leserin, lieber Leser, Deutschland befindet sich aktuell am Scheideweg. Über viele Jahrzehnte galt unser Standort als Inbegriff von Zu- verlässigkeit, geprägt durch leistungsfähige Infrastruktur, stabilen Zugang zu Energie, starken Außenhandel und ausgeprägte Innovationskraft. Dieses Selbstverständnis wurde lange als Fundament betrachtet, auf das Unterneh- men, Investoren und Verbraucher vertrauen konnten. Inzwischen zeigt sich, dass dieses Vertrauen zuneh- mend erodiert. Modernisierungsprojekte kommen nur schleppend voran, Investitionen werden verzögert und die dringend benötigte digitale sowie organisatorische Erneuerung erfolgt nicht mit der gebotenen Geschwindig- keit. Gleichzeitig verändern sich internationale Märkte in rasantem Tempo. Technologischer Fortschritt – insbe- sondere im Bereich Künstliche Intelligenz – verändert Ge- schäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und Risikoexposi- tionen grundlegend. Und jeder Krieg treibt die Inflation. In diesem dynamischen Umfeld reicht es nicht aus, ledig- lich Schritt zu halten – vielmehr ist ein mutiger Vorstoß zu einem Fundament 2.0 gefragt: Um die Wettbewerbsfähig- keit Deutschlands zu sichern, brauchen wir leistungsfähi- ge Infrastruktur, verlässliche und bezahlbare Energie- und Datenverfügbarkeit sowie professionelle Strukturen und Prozesse, die Innovation ermöglichen. Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, auf politische Entschei- dungen oder äußere Rahmenbedingungen zu warten. Sie sollten ihr Umfeld aktiv analysieren, strategisch handeln und Risiken bewusst steuern. Schwankende Energieprei- se, volatile Frachtraten, Lieferverzögerungen durch Brü- ckensperrungen, Engpässe bei Versorgungsanschlüssen, demografische Veränderungen, zunehmende Regulierung, interne strukturelle Belastungen und vieles mehr zeigen die Dringlichkeit. Physische, digitale, organisationale und soziale Infrastruk- tur sind eng miteinander verflochten und bilden gemein- sam das Rückgrat jedes Unternehmens. Fehlt auch nur ein „Puzzle-Stein“ in diesem Gefüge, kann dies weitreichende Kettenreaktionen auslösen.