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Auswirkungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf umsatzbezogene Versicherungsverträge

Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG), das am 23.07.2015 in Kraft getreten ist, regelt u. a. die Definition von Unternehmensumsätzen im Handelsgesetzbuch (HGB) neu.

Bisher galten alle Umsätze – egal, ob sie nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), den United States Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) oder nach HGB erstellt werden – per Definition als gleich. Das ist jetzt nicht mehr der Fall.

Nichts ändert sich für Unternehmen, deren Umsätze sich an den IFRS (ehedem IAS) oder den US GAAP orientieren. Anders sieht es bei Unternehmen aus, die ihre Umsätze nach HGB erstellen. 

Für sie gilt seit diesem Jahr, dass sie Erlöse, die bisher als „sonstige betriebliche Erlöse“ ausgewiesen wurden – etwa Miet-, Lizenz-, Dienstleistungs- oder Kantinenerlöse – als Umsatzerlöse verbuchen müssen. 

Die Neuregelung betrifft auch Gesellschaften ohne (!) Geschäftsbetrieb (z. B. bei Lizenzerlösen aus Patenten) oder Unternehmungen ohne operatives und organisches Wachstum. Auch sie müssen ab 2016 Umsatzsteigerungen vermelden. 

Viele Unternehmer, die vom BilRUG betroffen sind, fragen sich: Hat die Änderung der Umsatzdefinition unter Umständen Auswirkungen auf die Versicherungsprämie ab 2016? Aus unserer Sicht ist die Antwort: Nein. Umsatzsteigerungen haben keine Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Gehalt eines Unternehmens. Damit sollte sich auch das Versicherungsrisiko nicht ändern. 

Wie das allerdings die Versicherer sehen und wie sie letztlich mit den BilRUG-bedingten Änderungen umgehen werden, ist bisher noch nicht abschließend geklärt. 

Bei Verträgen, die auf Basis des effektiven Jahresumsatzes berechnet werden, wird erst ab 2017 erkennbar sein, ob die Neuregelung Auswirkungen auf die Prämie hat. Bei Versicherungsverträgen mit Planumsatzmeldungen wirkt das BilRUG indes schon jetzt. 

Unsere Kunden profitieren von Prämienvorteilen gegenüber herkömmlichen Marktangeboten. Auch in der BilRUG-Debatte positioniert sich die deas Deutsche Assekuranzmakler GmbH zugunsten ihrer Mandanten und steht in Verhandlungen mit der Versicherungswirtschaft, um Prämienerhöhungen abzuwenden.